Linux, Android, Open Source

Multitouchgesten Unter Unity (Ubuntu 12.04)

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Schon seit längeren bin ich nun stolzer Besitzer eines Asus Zenbook UX31A. Auf dem Ultrabook selbst läuft dabei Ubuntu 12.04 mit der Unity-Oberfläche. Da das Notebook ein sehr gutes und vor allem großes Multitouchpad besitzt, habe ich mich mit dem Thema Multitouch-Gesten unter Ubuntu mal ein bisschen intensiver auseinander gesetzt. Dieser Artikel soll meine Erfahrungen dazu zusammenfassen.

Da das Touchpad out of the box nicht so funktionierte, wie ich mir das eigentlich vorstellte, habe ich zusätzlich folgende Einstellungen vorgenommen und in ein Skript gepackt:

#!/bin/sh

killall syndaemon
syndaemon -i 1.7 -d -t # Abschalten des Pads beim Schreiben

synclient TapButton1=1 TapButton2=3 TapButton3=2 
synclient MinSpeed=2 MaxSpeed=3
synclient CircularScrolling=1
synclient CircScrollTrigger=0
synclient PalmDetect=1
synclient PalmMinWidth=4
synclient PalmMinZ=1

Das Tool syndaemon sorgt zunächst dafür, dass das Touchpad für 1,7 Sekunden während der Benutzung der Tastatur deaktiviert wird. Weitere Einstellungen des unter Ubuntu bereits ab Werk vorhandenen Programms findet man in der sehr guten Man-Page (man syndaemon). Die erste Zeile mit dem Befehl synclient sorgt weiterhin dafür, dass ein Klick mit 2 Fingern einen rechten Mausklick emuliert, ein Klick mit 3 Fingern einen Druck auf die mittlere Maustaste. Die weiteren Optionen will ich hier nicht weiter erläutern. Welche Optionen aktuell gesetzt sind, oder welche man setzen kann findet man mit Hilfe von

synclient -l

heraus.

Um sicher zu stellen, dass das ausführbar gemachte Skript nicht nur bei jeden Systemstart automatisch startet, sondern auch nach einer Standby-Phase (Suspend) noch aktiv ist, muss folgender Befehl abgesetzt werden (Quelle):

gsettings set org.gnome.settings-daemon.peripherals.input-devices hotplug-command "/path/to/script/touchpad"

Kommen wir nun aber zu den “wirklichen” Multitouch-Gesten. Mein Ziel ist es, dass z. B. bei einen Wisch mit 3 Fingern nach links im Browser Chrome ein Zurück (Backward) ausgelöst wird. 3 Finger deshalb, weil ich 2 Finger schon für das Scrollen vertikal und horizontal benutze. Von Haus aus bietet Ubuntu hier das Programm Ginn an. Da dieses aber nicht so gut dokumentiert ist und ich deshalb auch mein Ziel nicht erreichen konnte, sah ich mir das Programm Touchegg an.

Leider funktioniert dieses bei einer Installation über die offiziellen Quellen derzeit nicht richtig. Es gibt aber bereits eine aktuellere Version, die funktioniert. Diese wird so installiert:

svn checkout http://touchegg.googlecode.com/svn/touchegg/
cd touchegg
make
sudo make install      

Anschließend kann man die Datei ~/.config/touchegg/touchegg.conf editieren und nach seinen Wünschen anpassen. Hilfreich ist hier das Touchegg Wiki. Aber auch hiermit war es mir nicht möglich mein Ziel in vollen Umfang zu erfüllen. Unity scheint nämlich irgendwie alle Gesten die mit bis zu 3 Fingern ausgeführt werden, zu verschlucken. Deshalb verwendet ich nun eine 4-Finger-Wisch-Geste für ein Zurück im Browser Chrome.

Multitouch-Gesten funktionieren also derzeit unter Unity eher schlecht als recht. Außerdem ist es bei mir auch so, dass ich vor den Start des Programms touchegg zunächst auch immer erst den Befehl

sudo modprobe -r psmouse && sudo modprobe psmouse

ausführen muss, damit Touchegg wenigstens mit 4 oder 5 Fingergesten korrekt funktioniert. Ich hoffe, dass sich diese Situation vielleicht sogar mit Erscheinung von Ubuntu 12.10 schon verbessern wird.

Jetzt noch ein paar Fragen an euch: Nutzt ihr “echte” Mutlitouch-Gesten unter Linux? Wenn ja, welche Einstellungen habt ihr gemacht? Habt ihr ähnliche Probleme oder sogar Lösungen für mich?

Anhang (~/.config/touchegg/touchegg.conf):

<touchégg>
    
    <settings>
        <property name="composed_gestures_time">0</property>
    </settings>
    

    <application name="All">
        
        <gesture type="TAP" fingers="2" direction="">
            <action type="MOUSE_CLICK">BUTTON=3</action>
        </gesture>
    
        <gesture type="TAP" fingers="3" direction="">
            <action type="MOUSE_CLICK">BUTTON=2</action>
        </gesture>

        <gesture type="TAP" fingers="5" direction="">
            <action type="CLOSE_WINDOW"></action>
        </gesture>

        <gesture type="DRAG" fingers="5" direction="DOWN">
            <action type="SEND_KEYS">Super+W</action>
        </gesture>

        <gesture type="DRAG" fingers="3" direction="UP">
            <action type="MAXIMIZE_RESTORE_WINDOW"></action>
        </gesture>
        
        <gesture type="DRAG" fingers="5" direction="LEFT">
            <action type="SEND_KEYS">Alt+Tab</action>
        </gesture>

        <gesture type="DRAG" fingers="3" direction="DOWN">
            <action type="MINIMIZE_WINDOW"></action>
        </gesture>
        
        <gesture type="DRAG" fingers="3" direction="LEFT">
            <action type="MOVE_WINDOW"></action>
        </gesture>
        
        <gesture type="DRAG" fingers="3" direction="RIGHT">
            <action type="MOVE_WINDOW"></action>
        </gesture>

        <gesture type="PINCH" fingers="3" direction="ALL">
            <action type="RESIZE_WINDOW"></action>
        </gesture>
        
        <gesture type="PINCH" fingers="5" direction="ALL">
            <action type="SEND_KEYS">Alt+F1</action>
        </gesture>

        <gesture type="PINCH" fingers="2" direction="IN">
            <action type="SEND_KEYS">Control+KP_Add</action>
        </gesture>
        <gesture type="PINCH" fingers="2" direction="OUT">
            <action type="SEND_KEYS">Control+KP_Subtract</action>
        </gesture>

    </application>

    <application name="Google-chrome">

        <gesture type="TAP" fingers="4" direction="">
            <action type="SEND_KEYS">Control+W</action>
        </gesture>

        <gesture type="TAP" fingers="5" direction="">
            <action type="SEND_KEYS">F5</action>
        </gesture>

        <gesture type="DRAG" fingers="4" direction="LEFT">
            <action type="SEND_KEYS">Alt+Left</action>
        </gesture>

        <gesture type="DRAG" fingers="4" direction="RIGHT">
            <action type="SEND_KEYS">Alt+Right</action>
        </gesture>

        <gesture type="DRAG" fingers="4" direction="UP">
            <action type="SEND_KEYS">Control+KP_Add</action>
        </gesture>

        <gesture type="DRAG" fingers="4" direction="DOWN">
            <action type="SEND_KEYS">Control+KP_Subtract</action>
        </gesture>

    </application>  

    <application name="Okular, Gwenview">

        <gesture type="PINCH" fingers="2" direction="IN">
            <action type="SEND_KEYS">Control+KP_Add</action>
        </gesture>

        <gesture type="PINCH" fingers="2" direction="OUT">
            <action type="SEND_KEYS">Control+KP_Subtract</action>
        </gesture>

        <gesture type="ROTATE" fingers="2" direction="LEFT">
            <action type="SEND_KEYS">Control+L</action>
        </gesture>

        <gesture type="ROTATE" fingers="2" direction="RIGHT">
            <action type="SEND_KEYS">Control+R</action>
        </gesture>

    </application>

</touchégg>

Test: ASUS UX31A

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Hallo zurück! Nach längerer Abwesenheit melde ich mich heute wieder mit einen kleinen Hardwaretest zu meinen neuen Ultrabook Asus Zenbook UX31A. Der Test ist gegliedert nach den einzelnen Komponenten eines Notebooks. Hier werde ich auch immer wieder einen Vergleich zum Samsung 900X3C (den meiner Meinung nach schärfsten Konkurrenten mit gleicher CPU, RAM- und SSD-Größe) anstellen. Alle dargestellten Fakten beziehen sich auf das Modell R4005V mit I5 CPU und 128 ADATA SSD.

Als erstes ist zu sagen, dass das Asus Ultrabook wirklich super verarbeiet ist. Alle im Folgenden zu lesenden negativen Darstellungen können getrost als “Jammern auf hohem Niveau” verbucht werden.

Display

Das Display besitzt bei 13,3 Zoll Full-HD Auflösung. Dadurch wird es für den Benutzer sehr schwer einzelne Pixel auf dem Bildschirm erkennen zu können. Auch bei der Farbwiedergabe leistet es sich keine Schwächen. Punktabzug gibt es hier nur bei der Mattigkeit, da das Display nicht ganz so matt ist, wie ein mattes Display matt sein könnte :-) Aber durch die enorme Leuchtkraft kann man im Freien wieder einiges davon wett machen.

Das Samsung hat im Vergleich zum Asus ein wirklich mattes Display zu bieten, welches allerdings aber eine geringe Auflösung von 1600x900 vorzuweisen hat. Dadurch wirkt das Samsung-Display im direkten Vergleich wie ein Vorjahresmodell. Für mich geht deshalb das Asus hier eindeutig als Sieger vom Platz, auch wenn man beim dunklen Hintergrund unten kleine Lichthöfe erkennen kann.

Absoluter Sieger: ASUS

Touchpad

Das Touchpad ist sehr groß macht einen sehr guten Eindruck. Einzig das etwas laute Klickgeräusch enttäuscht etwas. Mich stört das aber nicht, da ich keine mechanischen Klicks auf dem Touchpad ausführe (ein Rechtsklick wird mit 2 Fingern emuliert, ein Mittelklick mit 3).

Das Samsung Touchpad ist ebenfalls groß, hat aber das angenehmere Klickgeräusch. Außerdem befindet es sich im Vergleich zum Asus-Touchpad genau in der Mitte der Tastatur (es ist genau unter der Leertaste, das Asus Touchpad beginnt etwa 1 cm rechts vom linken Rand der Leertaste) wodurch das Arbeiten etwas angenehmer wird.

http://maroony.de/images/2012/07/asusKeyboard.jpg

Vorteil: Samsung

Tastatur

Eines der wichtigsten Komponenten eines Notebooks ist nach dem Display zweifelsohne die Tastatur. Hier schwächelt das ASUS leider etwas. Zwar ist der Druckpunkt wirklich gut, doch die Tasten selbst “klappern” etwas. Damit meine ich, das sich diese bereits leicht bewegen lassen, ohne das sie richtig betätig wurden. Mittlerweile habe ich mich aber daran gewöhnt. Zur Beleuchtung der Tastatur: Sie ist gut und kann in mehreren Stufen eingestellt werden - keine Beanstandungen.

Die Tastatur vom Samsung klappert kaum. Dafür ist der Druckpunkt aber gefühlt etwas schlechter. Negativ ist hier noch zu erwähnen, dass die Tasten selbst sehr sehr glatt und wenig griffig gestaltet sind - schade. Auch diese Tastatur besitzt eine Hintergrundbeleuchtung.

Im großen und ganzen sehe ich hier Vorteile für das Samsung-Gerät.

Geräuschentwicklung und Temperatur

Das Asus läuft im normalen Office-Betrieb unter Ubuntu 12.04 momentan im CPU-Temperaturbereich von ca. 45 - 50 Grad. Ab einer Temperatur von 50 Grad setzt der Lüfter ein und regelt das Gerät auf ca. 45 Grad runter. Die Arbeitsweise des selben ist dabei jedoch leise. Einziger Wermutstropfen ist die oben beschriebene Arbeitsweise der Lüftersteuerung (BIOS-Version 209). Denn selbst bei kurzen Temperatursteigerungen setzt sofort der Lüfter ein - das muss nicht sein. Zu hoffen ist, dass ASUS diesen Umstand noch ausbessert.

Das Samsung Notebook arbeitet im gleichen Temperaturbereich. Auch hier setzt hin und wieder die Lüftersteuerung ein. Subjektiv scheint der Lüfter selbst minimal leiser zu arbeiten als beim ASUS-Gerät. Dafür empfinde ich das Geräusch selbst jedoch als unangenehmer.

Unentschieden.

Zubehör

ASUS liefert eine ganze Menge an Zubehör bereits mit:

  • Netzteil
  • Netzwerkkabel-Adapter
  • Micro-HDMI auf Mini-VGA Adapter
  • Ledertasche für die beiden o. g. Adapter
  • Ledertasche für das Ultrabook

Das Netzteil ist hier lobenswert hervorzuheben: Das Netzteil und der Netzstecker bilden nämlich eine Einheit. Es gibt als keinen lästigen Kasten, der sich irgendwo zwischen Laptop und Steckdose befindet. Außerdem befindet sie die Power-LED nicht am Steckdosenende, sondern am Laptopstecker. Man erkennt also direkt am Laptop, ob das Netzteil eingesteckt ist und der Akku geladen wird (ja auch Ubuntu zeigt das an).

http://maroony.de/images/2012/07/asusEquipment.jpg

http://maroony.de/images/2012/07/asusPowerSupply.jpg

http://maroony.de/images/2012/07/asusPocket.jpg

Samsung liefert lediglich ein Netzteil und einen Netzwerkkabel-Adapter mit. Das Netzteil wirkt dabei wie ein Gegenstand von einen Billig-Notebook. Es besteht aus 2 Teilen - Stromkabel und Netzteil mit Kabel zum Laptop. Ihr habt also immer diesen Kasten irgendwo herum liegen.

Sieger: ASUS

Fazit

Wer derzeit ein Ultrabook sucht und regelmäßig im Freien damit arbeiten möchte sollte eventuell besser zum Samsung greifen. Allerdings kostet dieser Luxus dann gleich 300 EUR mehr, denn das ASUS UX31A kostet UVP 1099 EUR gegenüber 1399 EUR für das Samsung-Gerät. Alle anderen sollten aber ASUS bevorzugen. Es hat das ansonsten klar bessere Display, das klar bessere Netzteil und das klar bessere Preis-/Leistungsverhältnis.

Clipit - Ein Manager Für Die Zwischenablage

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Mich stört unter Linux häufig, dass es 2 getrennte Zwischenablagen gibt. Zum einen kann man Text mit STRG+C kopieren, und zum anderen durch markieren des Textes mit der linken Maustaste. Der über die Tastenkombination kopierte Text kann dabei aber nur durch STRG+V (oder entsprechende Menüeinträge) wieder eingefügt werden. Der markierte Text dagegen muss mit der mittleren Maustaste wieder zum Vorschein gebracht werden.

Es gibt also 2 Zwischenablagen, die auf verschiedene Weise be- und entladen werden müssen. Dieses Verhalten stört mich. Viel lieber wäre mir eine gemeinsame Zwischenablage, die sowohl mit der Maus, als auch mit den Standardtastenkombinationen bedient wird.

In KDE lässt sich mein gewünschtes Verhalten leicht im Klipper (KDE Zwischenablage-Manager) einstellen. Unter Ubuntu Unity gibt es so etwas von Haus aus leider nicht. Hier springt ClipIt in die Presche. Es ist bereits in den Standardquellen zu finden und lässt sich einfach über

sudo apt-get install clipit

installieren. Ist die Installation abgeschlossen, so startet ihr das Programm über das Dash durch Eingabe von clipit. Jetzt solltet ihr ein neues Symbol oben rechts auf den Panel sehen. Klickt mit der rechten Maustaste auf das Symbol, um die im Bild zu sehenden Einstellungen vorzunehmen.

http://maroony.de/images/2012/05/clipit.png

ClipIt sollte nun aus den üblichen 2 Zwischenablagen eine gemacht haben.

Leider hat ClipIt standardmäßig kein monochromes Symbol spendiert bekommen. Das lässt sich aber nachbessern. Ich verwende hierzu Symbole von deviantart.com. Installieren kann man ein monochromes Symbol dann mit:

sudo apt-get install p7zip
wget http://www.deviantart.com/download/161002817/Ubuntu_Mono_Parcellite_Icon_by_Ramzea.7z
p7zip -d Ubuntu_Mono_*
sudo mv /usr/share/icons/hicolor/scalable/apps/clipit-trayicon.svg /usr/share/icons/hicolor/scalable/apps/clipit-trayicon.svg_backup
sudo cp parcellite-lucid-icons/gtk-paste.svg /usr/share/icons/hicolor/scalable/apps/clipit-trayicon.svg # helles Icon
# sudo cp parcellite-lucid-icons/gtk-paste2.svg /usr/share/icons/hicolor/scalable/apps/clipit-trayicon.svg # dunkles Icon

Wenn ihr wollt, dass ClipIt bei jedem Login gestartet wird, so solltet ihr das Programm zum Autostart (Startup Applications) hinzufügen. Es ist auch möglich bei ClipIt komplett auf das Programmsymbol zu verzichten. Dazu müsst ihr das Tool mit

clipit -n

starten. Diese Variante bevorzuge ich, da so mein Panel etwas übersichtlicher bleibt.

Das war’s! Für mich ist das Arbeiten so viel angenehmer und vielleicht für den einen oder anderen auch :-)

Keinen Blinkenden Cursor Im Gnome-Terminal

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Ich teste momentan ein bisschen Ubuntu 12.04. Bei meiner Arbeit im Terminal ist mir aufgefallen, dass der Cursor im Gnome-Terminal standardmäßig blinkt - das nervt.

Kurz und knapp: Um dem Cursor das blinken abzugewöhnen startet man einfach den

gconf-editor

und navigiert zu

/apps/gnome-terminal/profiles/Default

Dort ändert man den Wert cursor_blink_mode zu off.

http://maroony.de/images/2012/05/gconfEditorBlinkCursor.png

Mein KDE 4.8 Unity-Desktop

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Einleitung

Wie bereits in einen anderen Artikel erwähnt, bin ich seit einiger Zeit wieder zu KDE zurückgekehrt. Es ist nicht so, dass ich mit Unity (Gnome 3 testete ich nur ein paar Tage) nicht zurecht kam, nein, ich fühlte mich einfach nie richtig zu Hause. Mir fehlte einfach die Freiheit meinen Desktop so zu gestalten wie ich das möchte.

Da mir aber doch einige Dinge an Unity sehr gefallen haben, dazu zählen beispielsweise das Dock und die standardmäßig schon guten Tastenkombinationen, hab ich mein KDE in der letzten Zeit entsprechend angepasst. In diesem Artikel möchte ich euch nun Schritt für Schritt zeigen, wie ihr KDE 4.8 konfigurieren könnt um das folgende Ergebnis zu erreichen.

(/images/2012/02/kdeUnity11.png)

Ausgangspunkt

Ich verwendet für alle hier beschriebenen Schritte Kubuntu 11.10 mit KDE 4.8 mit englischer Sprache. Das Update von KDE 4.7.4 wurde mit Hilfe eines PPA folgendermaßen durchgeführt: comments: true

KDE-Upgrade
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sudo apt-add-repository ppa:kubuntu-ppa/backports
sudo apt-get update
comments: true
sudo apt-get dist-upgrade
if [ ]; then
   echo blub
fi


Ich starte also mit dem Kubuntu Standard-Desktop, welcher jetzt Schritt für Schritt verändert wird.

(/images/2012/02/kdeUnity1.png)

Das obere Panel

Damit der Artikel nicht all zu sehr ausufert werde ich die einzelnen Schritte in Stichpunkten erläutern.

  1. Folder View Widget entfernen
  2. untere Leiste nach oben ziehen
  3. Entfernen der Widgets

    • Show the Desktop
    • Pager
    • Activities
    • Kickoff
    • Task Manager
  4. Hinzufügen der Widgets

    • Lock/Logout
    • Window Menubar
    • Veromix (Get Widgets)
    • yaWP (Wetter Widget)
      • Installation: sudo apt-get install plasma-widget-yawp
      • Locations | Add City
      • Panel | Forecast | Days: 0
    • KWin Button applet improved
      • Download von kde-look.org
      • Installation
        sh tar -xzvf kwinbuttonapplet-improved-0.5.tar.gz cd kwinbuttonapplet-improved-*/ sudo apt-get install cmake kdebase-workspace-dev g++ mkdir build && cd build cmake -DCMAKE_INSTALL_PREFIX=$(kde4-config --prefix) .. make sudo make install kbuildsycoca4
    • anschließend 3 mal das Widget der Leiste hinzufügen
    • General | Button type: Close, …
    • Apperearance: Follow desktop icon theme
  5. Da wir jetzt Veromix zur Lautstärkeregelung verwenden, kann das ursprüngliche Vollume Control Widget versteckt werden (System Tray Settings | Entries | Volume Control: Hidden)
  6. Jetzt verringern wir noch etwas die Höhe der oberen Leiste. Das Zwischenergebnis sieht nun so aus:
    (/images/2012/02/kdeUnity2.png)

Damit bei maximierten Fenster die Fensterleiste nicht mehr angezeigt wird, müsst ihr in der Datei ~/.kde/share/config/kwinrc unter Windows das folgende ergänzen

1
BorderlessMaximizedWindows=true


Jetzt übernimmt KDE die Änderungen mit kwin --replace.

Das linke Panel - Icon Tasks

  1. Rechtsklick auf dem Desktop Add Panel | Empty Panel
  2. Panel an die linke Seite versetzen
  3. Das Panel sollte bündig mit der oberen Leiste abschließen und bis nach unten gehen.
  4. Widgets hinzufügen
    • Pager
    • Application Launcher (kommt bei mir nach unten, da ich ihn nur selten benutze)
    • Icon-Only Task Manger: Einstellungen gemäß Bilder:

      /images/2012/02/kdeUnity3.png

      /images/2012/02/kdeUnity4.png

Durch einen Rechtklick auf das Symbol im Icon-Only Task-Manager kann man anschließend einstellen, dass das entsprechende Icon aus gezeigt werden soll, wenn das Programm nicht läuft (Show A Launcher When Not Running). Hier wieder das Zwischenergebnis:

Farben, Icons, Styles

Jetzt wird das Design noch in der Systemsteuerung (systemsettings) angepasst.

  1. Workspace Appearance | Window Decorations | Configure Buttons | Use custom titlebar button positions

    /images/2012/02/kdeUnity6.png

  2. Workspace Appearance | Desktop Theme | Get New Themes…

    • hier nach Caledonia suchen
    • Installation von Caledonia 0.9.8
  3. Application Appearance | Colors | Get New Shemes… -> Gentle

  4. Application Appearance | Icons | Get New Themes… -> KFaenza
  5. Systemsetting | Locale | Country: Germany
  6. Re-Login (damit die Uhr im 24 h Format angezeigt wird)

    Das Zwischenergebnis sieht dann so aus:

    Hinweis:

Sind bei euch die Buttons für das Schließen der Fenster (links oben) bzw. für das Herunterfahren des Rechners (rechts oben) schwarz, so müsst ihr die Höhe der oberen Leiste etwas vergrößern. Jetzt sollten die Buttons hell sein.

Tastenkombinationen

Um einen Befehl abzusetzen verwende ich nicht, wie standardmäßig eingestellt, die Tastenkombination Alt + F2, sondern die rechte Super-Tasten (Windows-Taste). Damit das funktioniert legt man die Datei ~/.Xmodmap mit folgenden Inhalt an:

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keycode 134 = F14


Nach einen kurzen

1
xmodmap ~/.Xmodmap


kann man unter Systemsettings | Shortcuts and Gestures | Global Keyboard Shortcuts | Run Command Interface die Tastenkombination für Run Command auf die rechte Super-Taste F14 legen. Die linke Super-Taste könnte man zwar auch dafür benutzen (wie Unity), aber Tastenkombinationen wie Super left + Tab würden so nicht mehr funktionieren. Habt ihr einmal die Datei ~/.Xmodmap angelegt, so sollte diese automatisch bei jeden KDE-Start geladen werden.

Ein weiteres Feature, das mir an Unity sehr gut gefällt, ist die Möglichkeit die gestarteten Anwendungen mit Super + Zahl anzusteuern. Liegt bei euch im Dock also euer Browser an erster Position, so erreicht ihr diesen immer mit Super + 1. Auch dieses Feature kann man mit KDE fast komplett nachbauen:

  1. Rechtsklick auf den Fenstertitel (des nicht maximierten) Programms Advanced | Special Window Settings…
  2. Unter Arrangement & Access ganz unten kann jetzt z. B. den Shortcut Alt+1 eintragen

    /images/2012/02/kdeUnity8.png

  3. Neustart des Programms, welches ihr gerade den Shortcut zugewiesen habt

Das Programm ist jetzt, ähnlich wie bei Unity, immer über Alt+1 erreichbar. Unity verwendet hier immer Super+Zahl. Ich verwendet jedoch lieber Alt+Zahl, da dieser Shortcut besser zu Alt=Tab passt. Das könnt ihr aber machen wie ihr wollt :-)

Tipp: Es ist auch möglich weitere Maustasten in KDE zu nutzen.

Weitere Tweaks

Um KDE noch etwas klarer aussehen zu lassen, stelle ich unter Systemsettings | Application Appearance | Style | Widget sytel: Oxygen -> Configure | General immer Show Keyboard Accelerators When Needed ein.

/images/2012/02/kdeUnity9.png

Damit verschwinden diese Unterstriche _ bei den Buttons und Menüs und werden erst eingeblendet, wenn man die Alt-Taste betätigt.

Standardmäßig ist mir außerdem der Fensterschatten zu gering. Hier setzt ich den Wert unter Systemsettings | Workspace Appearance | Window Decorations | Configure Decoration… | Shadows auf 99 und passe die Farbe an.

/images/2012/02/kdeUnity10.png

Wenn man mit der Maus über ein Symbol des Icon-Only Task Mangers fährt, so wird das entsprechende Programm sofort eingeblendet. Das nervt mich. Man kann den Effekt abschalten unter Systemsettings | Desktop Effects | All Effects | Appearance | Highlight Window.

Fazit

Wie ihr seht, ist KDE 4 mittlerweile unglaublich anpassbar. Wer das Konzept von Unity mag, aber sich nicht mit den Einstellungsmöglichkeiten des neuen Ubuntu-Desktop zufrieden geben will, der wird mit KDE bestens bedient.

Eines meiner Lieblingsfeatures ist dabei ganz klar die erweiterteten Einstellungen der Fenster/Programme. Darüber kann man z. B. festlegen, dass ein Programm immer nur auf einer bestimmten Arbeitsfläche an eine bestimmte Stelle geöffnet werden soll. Auch einen Fenster Shortcut kann man damit setzen (siehe oben). Das ganze existiert zwar theoretisch in den Einstellungen von Compiz unter Unity ähnlich, funktioniert aber leider alles andere als gut.

Und nun: Viel Spaß beim Nachbauchen! Und nicht vergessen: KDE ist das was DU draus machst! ;-)

Schneller Bildschirmwechsel Mit Disper

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Eine Sache, die mich momentan noch so ein bisschen gestört hat, ist es meine beiden angeschlossenen Monitore anzusteuern. Dabei ist der 2. Monitor ein TV-Gerät, das sich in gut 20 m Entfernung vom Rechner befindet. Im Normalfall starte ich zuerst den Rechner während mein TV noch komplett vom Strom getrennt ist. Das hat zur Folge, dass beim nachträglichen Einschalten des Fernsehers dieser kein Signal vom PC bekommt. Warum das so ist, weiß ich leider auch nicht.

Früher hat dieses “Plug & Play” durchaus mal bei mir funktioniert. Auch unter Windows 7 geht das heute noch. Nur leider eben nicht unter Kubuntu 11.10. Ich verwende eine Nvidia GeForce GTX 275 Grafikkarte. Um den später hinzugekommenen TV im Twinview Clone-Modus zu betreiben, musste ich immer umständlich das Nvidia-X-Server-Einstellungsprogramm

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nvidia-settings

aufrufen und anschließend ein Detect Displays durchführen.

/images/2012/02/nvidiaSettings.png

Natürlich habe ich anschließend die so gemachten Einstellungen nach /etc/X11/xorg.conf schreiben lassen. Aber ohne erkennbaren Effekt. Am nächsten Tag ging nämlich das gleiche Spiel wieder von Vorne los.

Aber es geht auch komfortabler - nämlich mit dem kleinen Programm Disper. Damit ist es möglich über einen kurzen Befehl in der Kommandozeile verschiedene Displayprofile zu setzen. Installieren lässt sich das Programm unter Kubuntu 11.10 Oneiric Ocelot mit Hilfe eines PPAs’.

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sudo apt-add-repository ppa:disper-dev/ppa
sudo apt-get update
comments: true
sudo apt-get install disper


Bei mir wurde dann zusätzlich das Paket libnotify-bin installiert. Jetzt reicht ein einfaches

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disper -c


und der TV im Wohnzimmer bekommt ein Signal. Dem Befehl habe ich anschließend noch eine Tastenkombination zugewiesen und fertig! Damit kann ich jetzt ganz gut leben. Disper funktioniert dabei auch ganze ohne meine zuvor angelegte /etc/X11/xorg.conf-Datei, weshalb ich diese wieder gelöscht habe.

Wer mehr Informationen zu Disper haben will, der benutzt entweder das Manual oder kann bei maketecheasier.com vorbei gucken.

Aufruf: Falls ihr wisst, wie ich meine Grafikkarte zum Plug & Play überreden könnte, oder warum genau das unter Linux nicht mehr funktioniert, dann hinterlasst was in den Kommentaren! ;-)

TV-Serien Komfortabel Abspielen Und Verwalten

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Einleitung

Viele Serienjunkies kennen das Problem. Das Einsortieren neuer Staffeln der Lieblingsserien wurde endlich abgeschlossen, doch noch eine Schwierigkeit bleibt: Es muss der Überblick über die gesehenen und noch nicht gesehenen Serien bewahrt werden.

Hierfür entwickeln Serienjunkies in der Regel die unterschiedlichsten Strategien. Die einen verschieben nach dem Abspielvorgang die Folge in einen Unterordner der dann abgespielt, fertig oder schonGesehen getauft wird. Andere tragen alle bereits gesehenen Serien und Episoden penibel in eine extra dafür angelegte Datei ein und wieder andere verlassen sich auf die Playlist-Funktion ihres Lieblings-Videoplayers.

TV-icon-2

All diese Strategien haben jedoch Nachteile. Erstere erfordern permanent manuelle Arbeitsschritte, die man nicht vergessen darf und die Letztere legt keine dauerhafte Übersicht über bereits gesehene Episoden an. So kann es z. B. passieren, dass man vielleicht in einen halben Jahr erneut auf die Idee kommt, dass man noch die Staffel N der Serie X gucken müsse, obwohl man dieses jedoch längst gemacht tat. Deshalb habe ich mich jetzt weiter entwickelt um eine neue Gattung von Serienjunkies zu gründen :-) Mein Ziel: Ein einfacher Mausklick muss ausreichen um die nächste noch nicht gesehene Episode zu starten und im Hintergrund soll das Programm jederzeit wissen, was bereits gesehen oder nicht gesehen worden ist.

Aber genug Einleitung! Was habe ich also getan und wie bekomme ich in Zukunft meine Dosis Fernsehserien?

Hinweis: Falls der Artikel euch zu lang ist, am Ende findet ihr ein kurzes Demo-Video ;-)

Anforderungen an ein gutes Abspielprogramm

In meiner Einleitung sind bereits schon eine ganze Reihe von Anforderungen zu finden, die ich an ein perfektes Abspielprogramm für Fernsehserien stelle. Der Übersicht halber stelle ich sie hier aber noch mal kurz in Stichpunkten zusammen:

  • Den Programm muss nur einmal mitgeteilt werden, welche Staffel welcher Serie als nächstes angesehen werden soll.
  • Möchte ich die nächste, noch nicht gesehene, Folge der Staffel sehen, so soll eine einfache Tastenkombination oder ein Klick auf einen Desktopsymbol genügen und die neue Folge startet.
  • Wurde eine Staffel komplett angesehen, so möchte ich vom Programm benachrichtigt werden um mir eine neue Serie/Staffeln aussuchen zu können.
  • Das Programm soll pro Staffel-Ordner eine Datei anlegen watched.list, die das Datum und die Uhrzeit aller bereits gesehenen Folgen der zu dieser Staffel gehörenden Folgen enthält.
  • Um leicht diese Datei auch für bereits komplette gesehene Staffeln zu erhalten, muss das Programm eine Option haben, welche die Datei watched.list für einen gewählten Staffel-Ordner generiert.

Vorbereitungen

Das Programm kann davon ausgehen, dass ihr für jede Staffel einer Serie einen neuen Ordner angelegt habt, der nur die zu einer Staffel gehörenden Folgen enthält. Wichtig dabei ist, dass die Episoden durch alphabetische Sortierung nach Episodendateinamen in die richtige chronologische Reihenfolge gebracht werden können, damit das Programm später genau weiß, in welcher Reihenfolge die Episoden abzuspielen sind. Meine Serien liegen beispielsweise auf folgender Weise in meinem home-Ordner: comments: true

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Serien/
|-SerieA
  |-Staffel1
  |-Staffel2
    |-SerieA - S01E01 - Episodentitel1.avi
    |-SerieA - S01E02 - Episodentitel2.avi
    |-...
    |-SerieA - S01E0N - EpisodentitelN.avi
  |-...
  |-StaffelM
|-SerieB
|-SerieC

Tipp: Um meine Serien leicht in dieses Format zu bringen, verwende ich das Java-Programm FileBot. Ein Must-have für jeden echten Serienjunkie!

Und los geht’s

Holt euch mein Skript serienjunkie von hier, macht es ausführbar und legt es an zentraler Stelle ab. Hierfür könnt ihr einfach die folgenden beiden Befehle ausführen:

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wget https://raw.github.com/maroony/commons/master/bin/serienjunkie -O serienjunkie
chmod a+x serienjunkie
sudo mv serienjunkie /usr/local/bin

Hat alles geklappt, so könnt ihr euch zunächst einen kurzen Überblick über das Programm machen. Dazu startet ihr es einfach mit der Option -h:

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serienjunkie -h

Ihr verwendet das Programm wie folgt. Wollt ihr von Serie A die Staffel 2 als nächstes sehen, so startet ihr das Programm einfach so:

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serienjunkie -d ~/Serien/SerieA/Staffel2/

Schon startet die erste Folge dieser Staffel in Vollbild. Ist die Folge zu Ende, so schließt sich der Player (ich verwende den SMPlayer - es kann aber auch ein anderer benutzt werden) und das Programm wird beendet. Im Staffel Ordner Staffel2 findet ihr jetzt die Datei watched.list mit dem Inhalt:

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Sun-22.01.2012-10:56 watched SerieA - S01E01 - Episodentitel1.avi

Ihr wollt die nächste Folge anschauen? Kein Problem! Ein kurzes

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serienjunkie -l

genügt, denn das Programm merkt sich immer den zuletzt abgespielten Ordner in der Datei

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 ~/.serienjunkie/serienjunkie.cfg

Immer noch zu viel Aufwand?

Dann legt den Befehl serienjunkie -l doch einfach auf einen globalen Shortcut, oder fügt das Skript gleich den Menü hinzu:

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wget https://raw.github.com/maroony/commons/master/home/.local/share/applications/serienjunkie.desktop -O serienjunkie.desktop 
cp serienjunkie.desktop ~/.local/share/applications/

Da geht doch noch was!

Genau! Mit der Option -w könnt ihr ganze Staffeln, die ihr z. B. letztes Jahr gesehen habt, nachträglich als gesehen markieren. Ein

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serienjunkie -d ~/Serien/SerieA/Staffel1/ -w

legt also die Datei watched.list in den übergebenen Ordner an und trägt alle Episoden von Staffel 1 ein.

Eine weitere Option -n ermöglicht es euch eine neu zu sehende Staffel schon mal vormerken zu lassen. Mit

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serienjunkie -d ~/Serien/SerieB/Staffel3/ -n

tragt ihr also ausschließlich die Staffel 3 der Serie B als den zuletzt abgespielten Ordner ein, ohne dass die erste Folge der Staffel sofort abgespielt wird. Das Abspielen könnt ihr dann später, wie oben beschrieben, bequem mit einer Tastenkombination oder einen Klick veranlassen.

Da ich aber immer noch nicht ganz zufrieden war, habe ich noch eine kleine Komfort-Option eingebaut, -p. Sie sorgt dafür, dass vor den Start einer Folge zunächst 5 Sekunden lang ein Pop-up erscheint, der den Titel der Folge anzeigt.

Schlusswort

So viele Videoplayer es im Linux-Universum auch geben mag, den Ansprüchen eines echten Serienjunkies werden sie alle nicht gerecht. Aber warum damit abfinden wenn man auch fix ein kleines Skript schreiben kann? In diesem Sinne: Wenn man nicht alles selber macht… ;-)

Demo-Video

Update 2012-02-04 Sat comments: true

Schon mal vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen hier. Es wird auf jeden Fall nochmal ein Update des Programms geben, in dem einige Vorschläge von euch umgesetzt werden. Ich schreibe dann einen neuen Artikel sobald ich damit fertig bin. comments: true

Screencasts Erstellen Mit RecordItNow

| Comments

Da es leider mal wieder ein paar kleine Hürden zu überwinden gilt um unter Kubuntu 11.10 und KDE 4.7.4 bequem Screencasts erstellen zu können, möchte ich hier ein kleines Howto verbloggen.

Um Screencasts zu erstellen, verwende ich das Programm RecordItNow. Das kleine QT-Programm agiert dabei sowohl als Frontend für das bekanntere RecordMyDesktop, als auch als grafische Nutzeroberfläche für FFmpeg oder MEncoder. Um es zu installieren genügt unter Kubuntu prinzipiell ein

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sudo apt-get install recorditnow

Leider wurde das Programm schon etwas länger nicht mehr gewartet und spielt deshalb nicht richtig mit FFmpeg zusammen. Zwar kann man die Aufnahme ganz normal starten, aber eine Beendigung der Aufnahme ist anschließend leider nicht möglich. Mehr dazu findet man auf launchpad.net. Hier ist auch eine Lösung für das Problem zu finden. Es gibt nämlich bereits RecordItNow-Pakete, die diesen Bug nicht mehr enthalten.

/images/2012/01/recordItNow1.png

Also habe ich nach der Ausführung des obigen apt-Befehls noch die Bug-freie Version von hier heruntergeladen und mit

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dpkg -i recorditnow_0.8.1-0ubuntu1-alex1_amd64.deb

installiert. Es gibt aber auch ein PPA, auf welchem eine funktionierende Version zu finden ist. Ich habe jedoch darauf verzichtet nur wegen diesem Programm ein fremdes PPA hinzuzufügen.

Um nun mit RecordItNow HD-Aufnahmen zu machen, muss man noch die Einstellungen anpassen. Man öffnet dazu die Einstellungen und fügt unter Frame die HD-Auflösung hinzu:

/images/2012/01/recordItNow2.png

Weiterhin habe ich noch die FPS auf 24 hochgestellt, den Zielordner für die fertigen Videos angepasst und als Backend FFmpeg ausgewählt (siehe Bild 1). Wenn man jetzt der Meinung ist, dass man schon fertig sei, so irrt man leider. In dieser Konfiguration funktioniert nämlich die Aufnahme des Tons noch nicht. Das liegt am Zusammenspiel von FFmpeg und Pulse-Audio. Aber auch das Problem ist relativ einfach zu lösen, wenn man weiß wie ;-)

Begebt euch wieder in den Einstellungsdialog und klickt auf Plugins. Anschließend wählt ihr die Einstellungen von FFmpeg:

/images/2012/01/recordItNow3.png

Dort müsst ihr dann den Haken bei Custom Command setzen und die untere Zeile wie folgt abändern

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-f alsa -ac 1 -ab 44k -i pulse -f x11grab -qscale 2 -r %{fps} -s %{width}x%{height} -i :0.0 -sameq %{output}

Das ganze sieht dann so aus.

/images/2012/01/recordItNow4.png

Habt ihr jetzt euer Mikrofon korrekt in den Systemsettings | Multimedia konfiguriert

/images/2012/01/recordItNow5.png und sind auch sonst im

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alsamixer

alle entsprechenden Regler eingestellt (es ist darauf zu achten, dass das Mikrofon nicht auf stumm steht), so steht einem HD-Screencast mit FFmpeg nichts mehr im Wege. Das Video selbst ist anschließend als avi-Datei in dem entsprechenden Ordner zu finden.

Bemerkungen:

  • Eine Aufnahme über das Plugin RecordMyDesktop ist mir nicht gelungen, da zwar der Ton aufgenommen wurde (ich musste auch dort Pulse-Audio einstellen), aber das Video nur aus Artefakten bestand.
  • Es ist mir auch nicht gelungen über RecordItNow direkt das Video auf YouTube hochzuladen.

Fazit: Das Programm selbst macht einen wirklich sehr guten Eindruck. Es bietet verschiedene Backends, hat eine Anbindung an YouTube und integriert sich perfekt in dem KDE-Desktop. Es wäre jedoch wünschenswert, dass die Entwickler mal wieder ein kleines Update herausbringen, in dem sowohl der Bug mit FFmpeg gefixt wird, als auch die Default-Einstellungen so angepasst werden, dass das Programm von Haus aus mit Pulse-Audio zusammen arbeitet. Auch ein Fix für das YouTube-Plugin wäre wünschenswert. Aber gut, dass RecordItNow so einfach konfigurierbar ist und sich somit fast all diese Unschönheiten mit ein wenig Know-How relativ einfach beseitigen lassen. comments: true

Vor- Und Zurückmaustaste Im Dolphin Nutzen

| Comments

Immer wieder nervt es mich, dass ich im KDE Standard-Dateimanager Dolphin (Kubuntu 11.10, KDE 4.7.4) nicht meine beiden Vor- und Zurückmaustasten verwenden kann. Im Browser funktionieren diese Tasten dagegen einwandfrei. Damit ist jetzt aber Schluss!

Als erstes installieren wir uns die 2 benötigten Programme mit

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sudo apt-get install xbindkeys xautomation

Als nächstes müssen wir herausfinden, welche Nummern die Maustasten im Betriebssystem erhalten. Dazu führt man das Programm

1
xev

aus und betätigt die beiden Tasten jeweils einmal kurz in den sich öffnenden kleinen Fenster

/images/2012/01/xev.png

Bei mir muss ist also die Maustaste 8 die Zurücktaste und 9 die Vorwärtstaste. Jetzt legen wir uns die Datei .xbindkeysrc in unseren home-Ordner an. Sie bekommt den Inhalt:

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# dolphin mouse forward
"xte 'keydown Alt_L' 'key Right' 'keyup Alt_L'"
b:9

# dolphin mouse back
"xte 'keydown Alt_L' 'key Left' 'keyup Alt_L'"
b:8

Nun starten wir xbindkeys um zu prüfen, ob Dolphin jetzt die beiden Maustasten erkennt. Hat alles geklappt, so legen wir das Programm zum Schluss noch in den Autostart:

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System Settings | Startup and Shutdown | Autostart | Add Script...

Und fertig!

Hinweis:

Bei dieser Methode wird die Tastenkombination ALT_L + Right bzw. ALT-L + Left durch ein der beiden Maustasten emuliert. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass sich die beiden Maustasten bei anderen Programmen jetzt nicht mehr ordnungsgemäß verhalten. Bisher habe ich jedoch keine negativen Auswirkungen feststellen können.

Update 2012-01-29 Sun: comments: true

Nicht nur im Dolphin kann man jetzt die Extramaustasten nutzen, auch die Systemsteuerung versteht diese jetzt!