Die Rückkehr zu KDE

Wie man anhand meiner letzten Artikel sicherlich mitbekommen haben dürfte, bin ich nach einen längeren Test von Ubuntu Unity und Gnome 3 wieder zu meiner alten Liebe KDE zurückgekehrt und nutze jetzt Kubuntu 11.10 mit KDE 4.7. In diesen Artikel will ich kurz meine Gründe erläutern.

kdeLogo

Was mir an KDE einfach viel besser gefällt:

  • Alles wirkt optisch mittlerweile wie aus einen Guss. Selbst GTK-Programme integrieren sich sehr gut durch den bereits installierten oxygen-gtk Stil in die Oberfläche.
  • Mit den GTK-Programmen wie Shutwell, Empathy oder Nautilus werde ich einfach nicht warm. Digikam, Krusader/Dolphin und Kopete sind meine Favoriten.
  • KDE kann viel einfacher und viel besser an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden, denn die Einstellungen sind alle unter einen einzigen Programm versammelt, nämlich den systemsettings. Bei Gnome 3 oder Unity sind das momentan mindestens 3 verschiedene Programme. Da gibt es die Compiz-Einstellungen, die eigentlichen Systemeinstellungen und noch ein Tweaking-Tool, dass einfach gebraucht wird, da die derzeitigen Einstellungsmöglichkeiten mir sonst nicht ausreichen würden.
  • Ich habe mehr gestalterische Freiheiten durch eine Vielzahl an Plasmoiden, die sich einfach und flexibel benutzen lassen.
  • Und jetzt zu meinen Hauptgrund: In KDE macht das benutzen von verschiedenen Arbeitsflächen einfach Spaß. Ich kann jederzeit ganz einfach einen bestimmten Programm/Fenster per Mausklick sagen, dass es immer nur an einer bestimmten Stelle und auf einer bestimmten Arbeitsfläche erscheinen soll – perfekt. Das gleiche ist unter Unity/Gnome 3 um ein vielfaches umständlicher zu bewerkstelligen. Eine Benutzeroberfläche muss einfach dort leistungsfähig sein, wofür sie gemacht wurde, nämlich für das Umgehen mit grafischen Objekten auf einer Oberfläche.

Das waren so meine Hauptgründe für meine Heimkehr. KDE selbst benutzte ich zum ersten mal in 2004. Auch wenn ich zwischenzeitlich auch früher einmal Gnome 2 teste, eine längere Abkehr von KDE machte ich erst mit Ubuntu 11.04. Und jetzt, 2012, ist meine kleine Reise zu Ende :-)

Aber auch die anderen Oberflächen haben durchaus Stärken. Hier meine Top-Features:

Gnome 3

Hier ist der Instant-Messenger fast perfekt in die Gnome-Shell integriert.

Unity

Das zusammenlegen der Fensterleiste mit den Panel bringt vertikal Platz und sieht sehr aufgeräumt aus.

Da meine Einrichtung meines frischen Kubuntu 11.10 immer noch nicht ganz abgeschlossen ist – man ist ja schließlich Perfektionist – möchte ich an dieser Stelle noch auf einige sehr gute Artikel aufmerksam machen, die auf Marty’s typepad erschienen sind. In 6 Artikeln wird sehr detailliert auf “The Great Features of KDE Workspaces and Applications” eingegangen.

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